Mit CO2-Messgeräten sicherer durch den Schulalltag - Schülerinnen und Schüler installieren Messgeräte im Schulgebäude

15.03.21

Ab dem 22. März gehen wieder nahezu alle Schülerinnen und Schülern gemäß den Vorgaben durch das Hessische Kultusministerium wieder in die Schule. Damit die Selbstständige Berufliche Radko-Stöckl-Schule auch weiterhin gut durch die Pandemie kommt, hat sich die Schule in Bezug auf den Gesundheitsschutz in der Schulgemeinde etwas Besonders einfallen lassen. In Zusammenarbeit mit dem Schulträger wurde im Rahmen eines fachpraktischen Unterrichtsprojektes jeder Klassen- und Aufenthaltsraum in der Schule mit einem hochwertigen CO2-Messgerät ausgestattet.

  • v.l.n.r.: Jan Umbach, Daniel Heberle, Fachlehrer Reinhard Schmidt, Maximilian Wagner, Pascal Schneider

    v.l.n.r.: Jan Umbach, Daniel Heberle, Fachlehrer Reinhard Schmidt, Maximilian Wagner, Pascal Schneider

Die CO2-Konzentration in Unterrichts-, Konferenz- und Pausenräumen steigt in Folge unzureichender Belüftung oftmals sehr schnell an. Wissenschaftliche Untersuchungen haben eindeutig gezeigt, dass eine hohe CO2-Konzentration das Ansteckungsrisiko im Raum deutlich erhöht. Als Abhilfemaßnahme dienen jetzt in der Schule CO2-Messgeräte mit Ampelfunktion, welche den Messwert in einem Farbdisplay in ppm anzeigen und gleichzeitig anhand von voreingestellten Schwellenwerten die Hintergrundfarbe im Display ändern. Neben dem CO2-Wert zeigen diese Geräte auch die Luftfeuchtigkeit sowie die Raumtemperatur an.

Alle Schülerinnen und Schüler können die Messwerte kontinuierlich beobachten und somit das Lüftungsverhalten in Abstimmung mit der Lehrkraft vornehmen, ohne dass zu viel oder zu wenig gelüftet wird. Zu stark gelüftete Räume führen insbesondere bei kühleren Tagen zu einer unbehaglichen Raumtemperatur und damit zu ungünstigen Lernbedingungen. „Dem möchten wir aktiv entgegentreten und gleichzeitig ein Maximum an Gesundheitsschutz für die gesamte Schulgemeinde gewährleisten“, erläutert Schulleiter Markus Gille die Zielsetzungen des Projektes.

Eine Herausforderung bestand bei der Umsetzung des Projektes darin, dass alle Messgeräte unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit bewusst ohne Batterien betrieben werden sollen und daher eine 230 V Netzsteckdose benötigen. Zusätzlich mussten die Messgeräte unter Berücksichtigung eines Diebstahl- und Vandalismusschutzes in Sitz- bzw. Augenhöhe montiert werden. „Diese Aufgabenstellung hatte für unsere Schülerinnen und Schülern bei der praktischen Umsetzung einen besonderen Reiz“, ergänzt der Koordinator für arbeitstechnische Fächer Reinhard Schmidt, der das Projekt mit seiner Lerngruppe aus der Berufsfachschule Mechatronik zusammen mit Lehrer Ralph Lorenz umsetzte.

Nach der Pandemie können sich alle Schülerinnen und Schüler weiterhin über eine gute Luftqualität freuen, da diese auch zu einer nachweislich besser Konzentration- und Leistungsfähigkeit führt.