Sprachförderkonzept

Wie kann erreicht werden, dass alle Schülerinnen und Schüler unter Wertschätzung ihrer Herkunft, Kultur und Sprache zu einer erfolgreichen Teilhabe an der Lebens- und Arbeitswelt befähigt werden?

Dieser Frage ging eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Kolleginnen und Kollegen der fünf Beruflichen Schulen des Schulamtsbezirkes Schwalm-Eder/Landkreis Waldeck-Frankenberg, seit Februar 2019 nach, erarbeitete und veröffentlichte ein Sprachförderkonzept.

Es handelt sich hierbei um ein gemeinsames Handlungskonzept, welches permanent an neue Bedingungen angepasst werden kann und allen Lehrkräften zur Verfügung gestellt wird.

Das Sprachförderkonzept ist ein Rundumpaket und beantwortet unter anderem, wie wir sprachsensibel handeln, welche Kriterien die Lernenden erfüllen müssen, um Förderungen zu erhalten, welche Formalitäten seitens der Schule beachtet werden müssen, welche Diagnosemöglichkeiten es gibt und wie der sprachsensible Unterricht gestaltet werden kann. Ein weiteres Kapitel befasst sich mit der Lernbegleitung und der Förderplanarbeit.

Außerdem gibt es noch hilfreiche Tipps zur Umsetzung des DAZ-Unterrichts und des sprachsensiblen Unterrichts an der Schule. Nützliche Internetlinks, Hinweise auf kostenfreie Apps zum Wörterlernen und Buchempfehlungen bilden den Abschluss des Sprachförderkonzeptes.


Sensibilisierung der Lehrkräfte

Viele SuS, auch Deutsch-Muttersprachler, haben Schwierigkeiten mit der Fach- und Bildungssprache, da ihre Alltagssprache häufig stark von der mündlichen, aber auch schriftlichen Sprache im Unterricht abweicht. Die Alltagssprache „verzeiht" Fehler (z. B. im Satzbau, s. Abb. 1), die Fach- und Bildungssprache hingegen nicht oder nur bedingt. Lesen Sie mehr...


Lernen begleiten

Immer wieder, wenn es um Fragen der Gestaltung und Umsetzung notwendiger Bildungsmaßnahmen und Innovationen geht, stehen LuL im Zentrum der Aufmerksamkeit. So werden hohe Erwartungen an die LuL gestellt, um die individuellen Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklungen der SuS bestmöglich zu fordern bzw. fördern. Lesen Sie mehr...


Erfassung der SuS mit Sprachförderbedarf und Diagnostik

Um SuS nichtdeutscher Herkunft zielgerichtet zu fördern, ist die Diagnostik des Sprachstandes notwendig, um daraus entsprechende Förderpläne (siehe Kapitel „Lernen begleiten“) und Fördermaßnahmen ableiten zu können. Lesen Sie mehr...


Sprachsensibler Fachunterricht

Ergänzend zu diesen Punkten wurde eine Empfehlung ,,Sprachsensibler Fachunterricht an beruflichen Schulen“ erstellt. Hier geht es um die besonderen Herausforderungen in der Förderung der Fachsprache an beruflichen Schulen, besonders zum Berufseinstieg, der Beruflichen Erstausbildung, der Höher- und Weiterqualifizierung der beruflichen Schulen. Lesen Sie mehr...


Additive Sprachfördermaßnahme

In einer beruflichen Schule werden SuS mit Deutsch als L1 (Erstsprache bzw. Muttersprache) gemeinsam mit SuS anderer Herkunftssprachen unterrichtet. Da das Sprachniveau der nicht muttersprachlichen Lernenden selten B1 (Fortgeschrittene Sprachverwendung) oder höher ist, können die SuS dem Unterrichtsgeschehen oft nicht folgen. Lesen Sie mehr...


Zusammenarbeit mit Schulsozialpädagoginnen und -pädagogen

Bei Schwierigkeiten und/oder offenen Fragen (Beispiele: Praktikumsvermittlung, psychologische Betreuung, Aufenthaltsgenehmigungen, Traumatisierung, Behördengänge, Integration usw.) sind die Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen die ersten Ansprechpersonen.


Hilfreiche Links und Buchempfehlungen

Zur Vorbereitung eines sprachsensiblen Fachunterrichts können beispielsweise folgende Bücher herangezogen werden. Lesen Sie mehr...

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